Beim Geld sind Ost und West geteilter Meinung
23.10.2009, Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall haben Ost- und Westdeutsche noch immer verschiedene Wertvorstellungen - zumindest, wenn es um das Thema Geld geht. Das ergab eine von der comdirect bank in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Umfrage. So gibt es deutliche Unterschiede in der Einschätzung, welche Rolle Geld im Privatleben spielt: Ostdeutsche geben häufiger als Westdeutsche an, dass sie grundsätzlich kein Geld an Freunde verleihen würden (Ost: 37 Prozent / West: 29 Prozent). Auch das Sprichwort "Geld verdirbt den Charakter" findet im Osten der Republik deutlich mehr Zustimmung als im Westen (Ost: 39 / West: 29 Prozent). Geldsorgen kommen in Ostdeutschland schneller zur Sprache. Hier ist es üblicher, mit den eigenen Kindern über finanzielle Probleme zu sprechen (Ost: 73 / West: 62 Prozent).
Auch im Anlageverhalten zeigen sich Differenzen: Die Westdeutschen setzen wesentlich häufiger auf Aktien als die Menschen im Osten (West: 17 / Ost: 8 Prozent). Gleichzeitig nutzen die Westdeutschen mehr Sparprodukte - jeder Zweite besitzt einen Bausparvertrag (West: 50 / Ost: 34 Prozent), fast drei Viertel haben ein Sparbuch (West: 72 / Ost: 59 Prozent). Im Osten der Republik halten sich dagegen mehr Menschen für sparsam (Ost: 83 / West: 66 Prozent). Bei der Geldanlage gibt es zwischen Ost und West aber auch Gemeinsamkeiten: Riester-Sparpläne (West: 24 / Ost: 26 Prozent) und Termingeld (West: 20 / Ost: 22 Prozent) sind gleichermaßen beliebt.
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