Viele Anleger machen derzeit die Erfahrung, dass die Zinsen von Tagesgeld sehr schnell schrumpfen. So erhalten Anleger im Mittel lediglich 1,47 Prozent aufs Tagesgeld. Besonders stark die Zinsen reduziert haben seit Ende 2008 etwa die Amsterdam-Trade-Bank (von fünf auf 2,75 Prozent), die BMW Bank (von vier auf 1,20 Prozent) sowie die Dresdner Bank (von 3,25 auf ein Prozent). Der Grund hierfür könnte die sehr niedrigen Leitzinsen momentan sein. Aber auch die sich aufhellenden Bedingungen auf dem Interbanken-Markt könnten die Ursache sein. So sind Geldinstitute nicht mehr so sehr darauf angewiesen, Gelder von Privatkunden zu generieren, sondern sie können sie sich woanders günstiger holen. Während Dispo- und teilweise auch Hypothekenzinsen hoch bleiben, haben die Geldhäuser die Guthabenzinsen im Eiltempo gesenkt. Aus der Differenz schöpften die angeschlagenen Konzerne ihre Profite.